Projekt: Regierung von Unterfranken Würzburg

Für die geplante Umbaumaßnahme des bestehenden Gebäudes mit einer Zahnarztpraxis mit angegliedertem Dentallabor und zwei Wohnungen als separate Nutzungseinheiten wurden wir für folgende Leistungen „Fachplanung Brandschutz“ beauftragt:

  • Durchführung einer brandschutztechnischen Bestandsanalyse als Grundlage für die Brandschutzkonzepterstellung mit Abgleich des SOLL-Zustands mit dem IST-Zustand in Bezug auf Brandschutz;
  • Erstellen eines Brandschutzkonzeptes unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der Bestandsanalyse;
  • Priorisierung der erforderlichen Brandschutzmaßnahmen in folgenden 3 Stufen einschl. Ausarbeitung eines Maßnahmenkatalogs:
    • Prio 1: Ertüchtigungsmaßnahmen zur Beseitigung bzw. Minimierung der „erheblichen Gefahr“;
    • Prio 2: Maßnahmen zur Erhöhung des Personenschutzes;
    • Prio 3: Restmaßnahmen zur Erzielung des Soll-Zustands des zuvor erarbeiteten Brandschutzkonzeptes;

Bei der Anlage handelt es sich insgesamt um drei bestehende, zweigeschossige Gebäudeteile mit Unterkellerung und einer integrierten Kleingarage, die zu unterschiedlichen Zeiten in Abschnitten errichtet wurden und sich aufgrund der zusammenhängenden Struktur zu einem Gebäude zusammensetzen. Die Fläche der Nutzungseinheit „Zahnarztpraxis, die sich über mehrere Geschosse erstreckt, beträgt ca. 800 m² als BGF. Die beiden Wohnungen befinden sich jeweils im nördlichen und im südlichen Gebäudeteil und sind über separate notwendige Treppenräume erschlossen.

Das Objekt beinhaltet sowohl bauliche als auch erhebliche brandschutztechnische Mängel und soll in insgesamt 4 Bauabschnitten saniert werden. Folgende Besonderheiten und geplante Sanierungsabläufe bzw. Vorgaben sind im Rahmen der Brandschutzkonzepterstellung beim Objekt risikobezogen zu berücksichtigen:

  • Durch fehlende Genehmigungsbescheide bzw. nur lückenhafte Bestandsunterlagen muss der Soll-Zustand anhand des vorhandenen Bestandes, sowie anhand der zum Zeitpunkt der letzten Umbaumaßnahme gültigen BayBO 1994 rekonstruiert werden;
  • Die vorhandenen Mängel sollen risikobezogen bewertet und der Aufwand für die Ertüchtigungsmaßnahmen auf ein wirtschaftlich vertretbares Maß reduziert bzw. nach Möglichkeit konzeptionell als Abweichung mit entsprechender Begründung und/oder Kompensationsmaßnahmen ausgeräumt werden;
  • im Rahmen des neuen Brandschutzkonzeptes soll eine flexible Nutzung der Praxis ohne notwendige Flure möglich sein;
  • Durch Aufteilung der Maßnahmen in enger Abstimmung mit dem Planer/Architekten soll eine Sanierung des Gebäudes schrittweise in 3 Bauabschnitten möglich sein;

Wir freuen uns auf diese spannenden und umfangreichen Aufgaben und die damit verbundenen Herausforderungen.